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Christoph Asmuth

Christoph Asmuth

Arbeitsgebiete

BMBF-Projekt Translating Doping – Doping übersetzen

Seit April 2009 leite ich das BMBF-Projekt "Translating Doping - Doping übersetzen" an der Technische Universität Berlin. Mitarbeiter im Projekt sind Kai Gregor, Patrick Grüneberg und Simon Gabriel Neuffer.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.
»Translating Doping - Doping übersetzen« ist ein transdisziplinäres Verbundprojekt. Ausgehend von einer Anschubfinanzierung am Institut für Sportwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (Frau Dr. des. Benedetta Bisol) und unter initialer Begleitung durch Frau Dr. des. Antje Stache sowie der Forschungsgruppe der Technischen Universität Berlin entwickelten beide Verbundpartner ein Forschungskonzept, das in der Ausschreibung des BMBF Übersetzungsfunktionen der Geisteswissenschaften“ erfolgreich war.

Systematische Forschungsschwerpunkte

Die systematischen Schwerpunkte meiner Arbeit liegen in den Bereichen: Transzendentalphilosophie, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Theorie des Bildes, Körper-Geist-Problematik. In den letzten Jahren bemühe ich mich um die Ausweitung transzendentalphilosophischer Grundüberlegungen in andere und neue Problemstellungen. Das betrifft auf der einen Seite besonders die Bildtheorie, dann aber auch die grundlegenden Fragen der Philosophie des Körpers, der Bewegung, des Sports und der Gefühle und Affekte. Dabei spielt natürlich das Leib-Seele- oder Körper-Geist-Problem eine prominente Rolle. Mit einer ähnlichen Intention betreibe ich auch eine Weiterentwicklung des transzendentalphilosophischen Ansatzes in der Grundlegung einer Gesellschaftsphilosophie. Hier ist zuerst die Anerkennungstheorie zu nennen. Daraus folgen Überlegungen zur Subjektivität, zum Status der Person und die Frage nach der Individualität als eine Leitkategorie des modernen Denkens.

Historische Forschungsschwerpunkte

Philosophie der Neuzeit, insbesondere die Entwicklung der Philosophie von Kant bis zum Deutschen Idealismus, Antike, insbesondere Platon, Geschichte des Neuplatonismus, Meister Eckhart, Geschichte der Transzendentalphilosophie, Philosophie des Deutschen Idealismus (nicht nur Kant, Fichte, Schelling, Hegel).

Lehre

In der Lehre biete ich sowohl Themen aus der Philosophiegeschichte als auch zu systematischen Fragestellungen an. Ein historischer Schwerpunkt liegt in der klassischen Antike (Vorsokratiker, Sophisten, Platon, Aristoteles), Mittelalter (Anselm von Canterbury, Meister Eckhart, Nikolaus von Kues), in der Neuzeit (Kant, Fichte, Schelling, Hegel, Schopenhauer) Ein systematischer Schwerpunkt liegt in der Theoretischen Philosophie ausgehend von der Philosophie Kants und Fichtes, in der Wissenschaftstheorie und der Technikphilosophie. Darüber hinaus gebe ich Veranstaltungen mit interdisziplinärem Charakter, mit Beziehung auf andere Fächer so z. B. zur Musik/Musikwissenschaft, zu den Natur-, Literatur- und Sozialwissenschaften, zur Pädagogik, der Medizin und der Technik.

Dissertation

Das Buch stellt Fichtes Anweisung zum seligen Leben in den größeren Zusammenhang der Wissenschaftslehre. Ausgangspunkt ist jedoch Fichtes Stellung zur Popularität in der Philosophie, eine Frage, die bereits seit dem 17. Jahrhundert intensiv diskutiert wurde. Wenn Fichte am Beginn des 19. Jahrhunderts Wissenschaft und Popularität, Wissen und Leben begrifflich unterscheidet, reagiert er daher auf eine traditionsreiche Fragestellung, die durch Kants Transzendentalphilosophie neue Brisanz bekommen hat. Damit sind zugleich zentrale Begriffe der Anweisung zum seligen Leben genannt. Die Anweisung teilt – nach Fichte – die Resultate der Philosophie, d. h. der Wissenschaftslehre, mit. Weil jedermann der Seligkeit teilhaftig werden soll, müssen die Resultate der Wissenschaftslehre populär sein können. Die Anweisung ist Religionslehre. Ihrer Selbsteinschätzung nach ist sie eine Interpretation des Johannes-Prologs; ihr Spezifikum ist die Theorie der Liebe. – Die Wissenschaftslehre Fichtes ist nach 1801 durch einen Wechsel der Terminologie gekennzeichnet. Zu den Präliminarien gehört daher die Reflexion auf die Sprache sowie auf den Begriff der Wissenschaftslehre, ein von Fichte eingeführtes Genre, das die Gehalte der Wissenschaftslehre bloß historisch aufzählt. Sie genetisch zu vollziehen gelingt erst dem nachdenkenden Durchdringen. – Die Auseinandersetzung zwischen Schelling und Fichte hört nicht mit dem Ende des wirklichen Gesprächs auf. Beide Philosophen beziehen sich aufeinander, kritisieren sich und bemühen sich, den eigenen Standpunkt als den höchsten auszuweisen. – Im Zentrum der Studie stehen die Anweisung zum seligen Leben sowie die Wissenschaftslehren der Jahre 1804/05. Ausgehend von einem historischen Problemstand, insbesondere von der kritischen Philosophie Kants, widmet sie sich dem systematischen Nachvollzug der Wissenschaftslehre, um schließlich durch die historische Situierung kritische Distanz zu ermöglichen. Gutachter der Dissertation waren Prof. Dr. B. Mojsisch (Bochum) und Prof. Dr. Gunter Scholtz (Bochum). Die Arbeit erschien 1999 im Verlag Frommann-Holzboog in der Reihe Spekulation und Erfahrung.

Habilitationsschrift

Die Habilitationsschrift trägt den Titel: Interpretation – Transformation. Das Platonbild bei Fichte, Schelling, Hegel, Schleiermacher und Schopenhauer und das Legitimationsproblem der Philosophiegeschichte. Ein historisch ausgerichteter Teil zeigt, wie Platon unter den Bedingungen der nachkantischen Systemphilosophie gelesen, interpretiert und transformiert wird. Dabei geht es nicht nur darum, Quellen für die Entwicklung des idealistischen Philosophierens aufzuzeigen, sondern auch darum, die konstitutiven Bedingungen für eine Aufnahme antiken Denkens in eine andere historische Wirklichkeit und Gedankenwelt herauszustellen. Ein zweiter Teil reflektiert auf diese konkreten Ergebnisse und entwickelt unter den Leitbegriffen Interpretation und Transformation eine Theorie zur Legitimation philosophiegeschichtlichen Arbeitens, das den Argumenten des Historismus gerecht wird, ohne dabei einen systematischen Standpunkt aufgeben zu müssen. Dies geschieht durch das Aufzeigen von konstitutiven Voraussetzungen, die dem historischen Arbeiten zugrunde liegen. Die Gutachter der Habilitationsschrift waren Prof. Dr. Hans Poser (Berlin), Prof. Dr. Günter Abel (Berlin), Prof. Dr. Klaus Erich Kaehler (Köln). Das Verfahren wurde 2003 abgeschlossen. Das Buch erschien 2006 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.